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Artikel: Alugusspfanne: Das musst Du vor dem Kauf wissen

Alugusspfanne

Alugusspfanne: Das musst Du vor dem Kauf wissen

Sehr viele Pfannen bestehen aus Aluminium: Das Material erhitzt schnell und wiegt nicht viel. Doch Alupfanne ist nicht gleich Alupfanne. Wir erklären, was es mit Alugusspfannen auf sich hat und ob sie eine gute Ergänzung für Deine Küche sind.


Inhalt



Das lernst Du in diesem Artikel

  • Was eine Aluminiumgusspfanne ausmacht
  • Ob Aluminium gesundheitsgefährdend ist
  • Welche Beschichtung die beste ist

Der Unterschied zwischen Alugusspfannen und gepressten / geschmiedeten Aluminiumpfannen

Es gibt mehr als eine Möglichkeit, aus einem Stück Aluminium eine Pfanne zu machen. Das Ergebnis sind Pfannen mit durchaus unterschiedlichen Eigenschaften.

Alugusspfannen

Alugusspfannen werden, wie der Name schon verrät, aus flüssigem Aluminium gegossen. Auf diese Weise kann der Pfannenkörper jede erdenkliche Form erhalten. Für komplexe Formen wird das flüssige Aluminium dabei mit dem Druckguss-Verfahren in die Form gebracht. Es ist aber auch möglich, Aluminiumpfannen von Hand zu gießen. Dabei kommt es zu weniger Lufteinschlüssen und damit hochwertigeren Pfannen. Allerdings übernimmt hier nur die Schwerkraft die Verteilung des Aluminiums in der Form, sodass nur einfachere Formen umsetzbar sind.

Ein Vorteil des Gießens ist, dass die Pfannen quasi keine Materialspannung haben. So führt das Ausdehnen des Metalls beim Kochen seltener zu Verformungen der Pfanne. Auch, dass Boden und Wände dicker sind, sorgt für mehr Formstabilität. Allerdings erhöht sich so auch das Gewicht der Pfanne.

Geschmiedete oder gepresste Pfannen

Für die Herstellung dieser Aluminiumpfannen wird ein Aluminiumblech ausgestanzt und durch Schmieden oder Pressen in Form gebracht. Das Pressen ist der einfachere Ablauf, weshalb diese Pfannen meist preisgünstiger sind als die geschmiedeten. Komplexe Formen lassen sich auf diese Weise nicht herstellen. Durch die dünne Wandstärke sind diese Pfannen allerdings angenehm leicht.

Da sich beim Schmieden das Gefüge des Aluminiums ändert, sind geschmiedete Pfannen robuster als gepresste. Allerdings ist die Herstellung aufwendiger, weshalb sie auch teurer sind. Das Schmieden erlaubt aufwendigere Formen oder eine Verstärkung der Pfannenwand.

Auch, wenn gepresste und geschmiedete Pfannen sich leicht unterscheiden, sind sie beide dünnwandiger als Alugusspfannen. Sie können sich deshalb leichter verformen.

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Vor- und Nachteile von Alugusspfannen

Alugusspfannen

Aluminium ist nicht nur in der Küche ein beliebtes Material. Das Metall bringt viele begehrenswerte Eigenschaften mit sich, ist allerdings auch nicht frei von Nachteilen. Auch, wenn wir uns hier auf Alugusspfannen konzentrieren, treffen viele dieser Punkte natürlich auch auf geschmiedete oder gepresste Pfannen zu.

Vorteile

  • Bekannt sind Aluminiumpfannen für ihre sehr gute Temperaturleitfähigkeit: Die Hitze des Herdes breitet sich schnell in der Pfanne aus.
  • Da das Material verhältnismäßig wenig wiegt, sind Aluminiumpfannen im Vergleich mit beispielsweise Gusseisenpfannen sehr leicht.
  • Gegossene Pfannen aus Aluminium verziehen sich wie schon aufgeführt seltener.

Nachteile

  • Aluminium selbst ist nicht magnetisch. Fehlt ein entsprechender Boden aus Edelstahl, kannst Du Deine Pfanne nicht auf Induktionsherden nutzen.
  • Aluminium leitet Hitze gut weiter, speichert sie aber nicht. Ein dickerer Boden wirkt dem etwas entgegen, aber dennoch kühlen die Pfannen schnell aus.
  • Aluminiumpfannen werden nur beschichtet angeboten. Die häufigste Beschichtung, PTFE (Teflon), ist aber besonders empfindlich. Die Antihaftwirkung der Pfanne lässt also schnell nach.
  • Der Schmelzpunkt von Aluminium ist deutlich niedriger als der von Stahl oder Eisen. Eine Alupfanne darf deshalb nie auf dem Grill oder über offenem Feuer verwendet werden. Hat sie eine PTFE-Beschichtung, ist dies ein weiterer Grund, sie ausschließlich auf dem Herd einzusetzen, um die Entwicklung giftiger Gase zu verhindern.[1]
  • Die Herstellung von Aluminium ist sehr umweltschädlich. Eine Ausnahme ist Recyclingaluminium, das aber noch längst nicht überall zum Einsatz kommt.

Sind Pfannen aus Aluminium gesundheitsgefährdend?

Aluminium steht im Verdacht, Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben. Das Metall wird insbesondere immer wieder mit Alzheimer in Verbindung gebracht. So wurden schon in den 1970ern bei Alzheimerpatienten erhöhte Aluminiumansammlungen im Gehirn gemessen, und 2013 wurde auch im Blut von Betroffenen eine erhöhte Aluminiumkonzentration nachgewiesen. Allerdings ist nach wie vor nicht geklärt, ob das Aluminium zu Entwicklung der Krankheit führt, oder ob es erst durch die Erkrankung zu Aluminiumansammlungen kommt.[2]

Das Bundesamt für Risikobewertung sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen Alzheimer und Gegenständen des täglichen Lebens, die aus Aluminium gefertigt wurden. Dennoch gilt die Empfehlung, die Aluminiumzunahme zu reduzieren.[3]

Du musst jetzt aber nicht schnellstmöglich sämtliche Aluminiumpfannen aus dem Haus verbannen. Denn diese sind so gut wie immer beschichtet, sodass Dein Essen bei einer intakten PTFE-Schicht gar nicht mit dem Aluminium in Berührung kommt. Das PTFE stellt normalerweise keine gesundheitliche Gefährdung dar, wenn Du es nicht auf zu hohe Temperaturen erhitzt. Was es mit PTFE-Beschichtungen und hohen Temperaturen auf sich hat, erklären wir im Ratgeber über Teflon.

Keramik- oder PTFE-Beschichtung – welche Beschichtung auf der Aluminiumpfanne?

Alugusspfanne mit Keramikbeschichtung

Neben einer PTFE-Beschichtung werden Aluminiumpfannen auch mit Keramik beschichtet. Beide Materialien weisen anfangs sehr gute Antihafteigenschaften auf. Im Laufe der Zeit lassen diese aber auch bei optimaler Pflege nach.

Unserer Erfahrung nach sind PTFE-Beschichtungen langlebiger als jene aus Keramik. Sie zerkratzen zwar leicht, doch wenn Du etwas darauf achtest, begleiten sie Dich ein paar Jahre.

Eine Keramikpfanne hält problemlos auch hohe Temperaturen aus. Allerdings lässt die Antihaftwirkung der Beschichtung schneller nach, und das falsche Öl zum Braten verklebt schnell die Pfanne.

Mehr über die Besonderheiten der verschiedenen Beschichtungen erfährst Du in unserem Artikel über beschichtete Pfannen.

Wie können Alugusspfannen entsorgt werden?

Irgendwann ist es so weit und die Aluminiumpfanne ist nicht mehr zu retten. Eine beschädigte PTFE-Beschichtung kannst Du für wenig Geld erneuern lassen. Doch ist der Pfannenboden verzogen oder löst sich der Stiel, gehört die Pfanne in den Müll.

Zum Glück lässt sich das Aluminium sehr gut recyclen. Da die Herstellung von neuem Aluminium die Umwelt sehr belastet, ist das Recyclen ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz. In diesem Ratgeber haben wir alles rund ums Entsorgen von Pfannen zusammengefasst. Entsorgen kannst Du Deine alte Pfanne fast überall im Restmüll. Allerdings gelten in manchen Städten eigene Regeln, die Du bei Deinem Entsorgungsbetrieb in Erfahrung bringen kannst.

Fazit: Aluguss ist eine solide Wahl

Alugusspfanne mit PTFE-Beschichtung

Aus Aluminium gegossene Pfannen können sehr hochwertig und dementsprechend langlebig sein. Da sie eigentlich immer beschichtet sind, musst Du Dir um mögliche Gesundheitsrisiken durch das Aluminium keine Gedanken machen. Eine beschädigte PTFE-Beschichtung kannst Du sogar erneuern lassen. Durch die gute Antihaftwirkung von Teflon sind diese Pfannen prädestiniert für empfindliche Speisen wie Fisch oder Eierspeisen.

Wenn Du einen Induktionsherd hast, muss Deine Pfanne einen magnetischen Boden haben. Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass Deine neue Alupfanne induktionsgeeignet ist.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Aluguss- und Gusseisenpfannen?

Alugusspfannen werden aus flüssigem Aluminium gegossen, Gusseisenpfannen aus flüssigem Gusseisen. Gusseisenpfannen halten höhere Temperaturen aus, sind aber schwerer als Aluminiumpfannen. Außerdem leitet Gusseisen die Temperatur nicht so gut weiter wie Aluminium.

Sind Alugusspfannen gesundheitsschädlich?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht anhand der aktuellen Studien keinen Zusammenhang zwischen Aluminium und Erkrankungen wie Alzheimer. Dennoch gilt die Empfehlung, den Gebrauch von Aluminium einzuschränken. In beschichteten Aluminiumpfannen kommt Dein Essen nicht direkt mit dem Aluminium in Berührung.

Quellen

[1] https://www.bfr.bund.de/cm/343/ausgewaehlte-fragen-und-antworten-zu-geschirr-mit-antihaftbeschichtung-aus-ptfe-fuer-das-braten-kochen-und-backen.pdf

[2] Sakae Yumoto, Shigeo Kakimi, Akihiro Ohsaki, Akira Ishikawa: Demonstration of aluminum in amyloid fibers in the cores of senile plaques in the brains of patients with Alzheimer’s disease. In: Journal of Inorganic Biochemistry. Band 103, Nr. 11, 2009, S. 1579–1584, doi:10.1016/j.jinorgbio.2009.07.023, PMID 19744735.

[3] https://www.bfr.bund.de/cm/343/reduzierung-der-aluminiumaufnahme-kann-moegliche-gesundheitsrisiken-minimieren.pdf

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